Unsere Ethik




Wir, das sind meine Frau und ich, verstehen uns als Praxisteam für Leib und Seele. 


Wir arbeiten mit Herz und Verstand und streben nach Gesundheit und innerer Zufriedenheit.


Unsere eigene Gesundheit sowie unser fachliches und menschliches Wissen und Können sind die Grundlage für eine gute Versorgung.


Dazu kommen Geduld und Sorgfalt in gegenseitigem Respekt.


Besonderen Wert legen wir auf eine angemessene, konstruktive, vertrauliche und respektvolle  Zusammenarbeit mit allen, die zur Behandlung beitragen können.


Die Menschen, die zu uns kommen, sind für uns keine Kunden und wir keine Dienstleister!


Alle sollen sich bei uns wohl fühlen, gerne, zufriedener und vor allem gesünder wiederkommen oder gesund werden und uns nicht mehr brauchen.



Pirmasens, den 09. April 2017



Dr. Hans Jürgen Streb





DAS BUCH JESUS SIRACH


Lob des Arztes


381 Erweise dem Arzt gebührende Verehrung, damit du ihn hast, wenn du ihn brauchst; [2]  denn auch ihn hat der Herr geschaffen, 2 und von Königen erhält er Geschenke – Heilung kommt vom Höchsten. 3 Die Kunst des Arztes erhöht ihn, und Fürsten bewundern ihn.


4 Der Herr hat die Arznei aus der Erde geschaffen, und ein Vernünftiger verachtet sie nicht. 5 Wurde nicht das bittere Wasser süß durch Holz, damit man seine Kraft erkennen sollte? 6 Und er selbst gab den Menschen das Wissen, um sich herrlich zu erweisen in seinen wunderbaren Mitteln. 7 Mit ihnen heilt er und vertreibt die Schmerzen, 8 und der Apotheker macht Arznei daraus, [8]  damit Gottes Werke kein Ende nehmen und sein Friede über der Erde liege.


9 Mein Kind, wenn du krank bist, sieh nicht darüber hinweg, sondern bitte den Herrn, dann wird er dich gesund machen. 10 Lass ab von der Sünde, handle rechtschaffen und reinige dein Herz von aller Missetat. 11 Opfre lieblichen Geruch und feines Mehl zum Gedenkopfer, und gib ein fettes Opfer, als müsstest du sterben. 12 Danach lass den Arzt zu dir, denn der Herr hat auch ihn geschaffen; und weise ihn nicht von dir, denn du brauchst ihn. 13 Es gibt Zeiten, in denen auch die Hand des Arztes hilft; 14 denn auch er wird den Herrn bitten, dass er's ihm gelingen lasse, damit der Kranke Ruhe findet, gesund wird und wieder für sich sorgen kann. 15 Wer vor seinem Schöpfer sündigt, der wird dem Arzt in die Hände fallen!


Jesus Sirach  heißt nach dem darin angegebenen Autor ein Buch, das vor 175 v. Chr. entstand. Es wurde ins Alte Testament  aufgenommen. 

Der Verfassername wird in Sir 50,27c angeführt. Es handelt sich um den jüdischen Lehrer Jesus ben Sirach (Jeschua ben Eleazar ben Sira; ישוע בן אליעזר בן סירא), oft auch einfach ben Sirach, Sirach oder Jesus Sohn des Sirach bzw. Jesus Siracides genannt. 

Der Text selbst lässt einen hohen Bildungsstand des Verfassers erkennen, die Vertrautheit mit dem öffentlichen Auftritt und pädagogische Erfahrung. Weitere Charakteristika sind eine gewisse Kenntnis der Schrift und das Selbstverständnis als „Weiser“.

Als Abfassungszeitraum gelten die Jahre von 180 bis 175 v. Chr. Das Buch soll mehrere Jahrzehnte später von einem Enkel Sirachs ins Griechische übersetzt und mit einem Vorwort versehen worden sein.

Als überlieferte griechische Quelle gehört das Buch Sirach in der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen zum Alten Testament; von diesen wird es zu den Büchern der Weisheitsliteratur gerechnet. In den Kirchen der Reformation, die es unter die  Apokryphen rechnen, war das Buch sehr beliebt, wurde oft nachgedruckt und in der Spruchunterweisung verwendet.

Zu den vielen weisheitlichen Empfehlungen, die der Autor seinem Leser gibt, gehört auch die, bei der Auswahl seiner Ratgeber vorsichtig zu sein (37,7–11). Vertrauensvolle Ratgeber sind Menschen, die sich an das Gesetz halten (37,12), Gott (37,15) und das eigene Herz:

Und bleibe bei dem, was dir dein Herz rät; 

denn du wirst keinen treueren Ratgeber finden. 

Denn mit seinem Herzen kann ein Mann oft mehr erkennen, 

als sieben Wächter, die oben auf der Warte sitzen. 

(37,17–18)

                     

In der biblischen Körpersymbolik gilt das Herz als Sitz des Verstandes, der Entschlüsse und des Planens und entspricht damit eher dem, was wir als Kopf oder Hirn bezeichnen würden.